CD-Tipp #1
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Die
CD, die ich vorstelle, stammt von Chris Rea und trägt den Titel
„Hofner Blue Notes“. Es handelt sich um eine
Import-CD, die
im hauseigenen
„Jazzee Blue Record“-Label von Chris Rea erschienen
ist.
Chris Rea spielt hier das Hohe Lied auf die von vielen
Künstlern
hoch geschätzte Bass-Gitarre von Höfner. Der
Höfner Bass
wurde bereits von Paul McCartney mit Begeisterung gespielt. Wer nun
glaubt, dass man eine Bass-Gitarre nicht als melodisches Instrument
einsetzen kann, wird mit diesem Werk eines Besseren belehrt. Chris Rea
zeigt mit dieser CD sein ganzes künstlerisches Talent und
beweist,
dass er zur großen Riege der Jazz- und Bluesmusiker
gehört.
Nach seiner schweren Krebserkrankung hat sich Rea vom allgemeinen
Mainstream-Pop abgewandt und seine wahre Profession, den Blues in den
Vordergrund gerückt. Das mag den einen oder anderen Fan ein
wenig
verstört haben, doch betrachtet man sein Schaffen heute, so
lässt sich mit Fug und Recht sagen, dass sich Chris Rea viel
positiver entwickelt hat und sich vom alltäglichen Pop um
Sphären entfernt hat. Der satte Sound der Höfner wird hier virtuos
vorgeführt und
bringt sämtliche Facetten melodiösen Bass-Spiels zum
Vorschein. Dabei wirkt Rea's Gitarrenspiel nie aufdringlich, sondern
ist stets und im höchsten Maße auf das Zusammenspiel
mit
seinen Begleitmusikern abgestimmt. "Hofner Blue Notes" ist
eine
wirkliches "Schmankerl" unter den Blues und Jazz Alben der letzten
Jahre.
CD-Tipp #2

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"
Soulsville"
heißt die diesmal vorgestellte CD und stammt von dem norwegischen
Künstler
Joern Hoel
.
Jetzt sollte nur nicht der Verdacht aufkommen, dass die "alten
Wikinger" seit der Zeit, als sie plündernd über den
Kontinent
zogen keine Aufmerksamkeit mehr verdienen, denn diese Scheibe lehrt uns
eines besseren.Und
dabei handelt es sich hier nicht um eine Zusammenstellung nordischer
Volksmusik, sondern um eine CD, die gespickt ist mit Soul und
Latino-Rhythmen.
Und dann war da auch noch der Sänger, dessen
Stimme stark an die von Otis Redding erinnert. Bereits das erste
Stück "
Next time
I see you"
zeugt von der Kunst den Soul so rüber zu bringen, wie es
ansonsten
nur schwarze Musiker können. Der semmelblonde Joern Hoel zieht
alle Register seiner Sangeskunst. Wen wundert es da, dass er
für
sein damaliges Debut-Album sogar die namhaften "
Memphis-Horns"
engagieren konnte. Die Bläser geben dem Ganzen dann den
richtigen
Pepp. Die Songs wurden von Joern Hoel und RC Finnigan geschrieben und
zusammen mit Simon Vinestock produziert. Egal ob es sich um
Stücke
wie "
Spanish Fly",
"
Hot Tamale",
"
Soulsville"
oder "
Barefoot Mambo
"
handelt. Alles klingt in sich stimmig und reißt den
Zuhörer richtig mit.
Leider
ist es um Joern Hoel seit seinem 1996 erschienenen Album hierzulande
sehr still geworden. Seine Musik wird noch bei Warner-Music Norwegen
verlegt (teilweise in seiner Heimatsprache), aber in Deutschland muss
man schon stark suchen um sein Album überhaupt noch zu finden,
aber es lohnt sich. Es wäre schön, wenn bald wieder
ein
aktuelles Werk von ihm bei uns erscheinen würde. Die Liebhaber
seines Musikstils würden es ihm danken.
CD-Tipp #3

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Der
aktuelle CD-Tipp stammt diesmal von Marvin Gaye und ist ein
Doppelalbum. Für über ein Jahrzehnt galt Marvin Gaye
als der unangefochtene "Prince of Motown". Er war das
Aushängeschild für das Tamla Motown Plattenlabel und
galt als versierter Hitlieferant.
Marvin
Gaye wurde am 2. April 1939 als Marvin Pentz Gay geboren. Sein Vater,
ein Prediger, brachte ihn schon früh zur Musik. So sang er wie
viele schwarze Künstler auch zunächst im Gospel-Chor
seines Vaters. Als sechzehnjähriger ging er zur Marine, aus
der er jedoch bereits zwei Jahre später unehrenhaft entlassen
wurde. Von da ab tingelte er zunächst als Sänger
unterschiedlicher Doo-Wop-Groups, unter anderem auch bei den
"Moonglows" durch verschiedene Clubs. Als er Berry Gordy kennenlernte
startete Marvin Gaye eine unglaubliche Karriere. Sein drei Oktaven
umfassender Crooner-Tenor war genau das richtige Stimmprofil
für das Soul-Label "Motown". Von 1961-1971 lieferte Gaye
zahlreiche Hits ab. Gleich ob es sich dabei um langsame
Soulstücke oder temporeiche Tanzklassiker handelte. Marvin
Gaye war Garant für erfolgreiche Musik. Stücke wie "Hitch Hike", "A Stubburn Kind of
Fellow", "Ain't That Peculiar" oder "It Takes Two" sind
nur eine kleine Auswahl an großartigen Hits. Besonders
große Erfolge feierte Gaye mit Duetten, die er zusammen mit
Tammi Terrell bestritt. Ihr tragischer Tod 1968 warf den
introvertierten
Künstler vollends aus der Bahn.
Persönlich
lief es danach für Marvin Gaye mehr als wechselhaft. Starke
Drogen- und Finanzprobleme sowie zwei gescheiterte Ehen, unter anderem
mit der Schwester von Berry Gordy taten ihr übriges. Dennoch
lieferte er mit "What's
Going On" das "71er Sgt. Pepper der schwarzen Musik"
(SOUNDS) ab. Mit diesem Konzeptalbum wechselte er seinen Stil radikal.
Aus dieser Schaffensphase stammen Gayes beste Stücke wie "Inner City Blues", "Mercy, Mercy
Me" oder "I
Want You" (die letzten beiden wurden auch erfolgreich von
Robert Palmer gecovert). Danach sank Gaye immer weiter in den Sumpf von
Drogen und Finanzkrisen und ging vorübergehend ins Exil.
1982
gelang Marvin Gaye mit dem Album "Midnight
Love" und dem Stück "Sexual
Healing"
ein Riesen-Comeback. Scheinbar schien Gaye sein Leben wieder in den
Griff zu bekommen. Doch familiäre Auseinandersetzungen mit
seinem Vater bereiteten diesem ein jähes Ende. Am ersten April
1984 wurde Marvin Gaye von seinem eigenen Vater nach einem heftigen
Streit mit zwei Kugeln niedergestreckt. Beide Schüsse waren
tödlich. Nach seinem Tod veröffentlichte sein
damaliges Label noch zwei Alben, die hauptsächlich
unveröffentliche Songs beinhalteten. Es handelte sich dabei um
Werke seines zukünftigen Werkes sowie
frühreren Studioaufnahmen. Mit Marvin Gaye verlor der schwarze
Soul seine herausragendste Galleonsfigur.
CD-Tipp #4

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Diesmal widme ich mich einmal wieder großartigen
Popmusikern. Die aktuelle
Monats-CD Juni stammt von dem Pop-Duo
Tears
for Fears und
trägt
den Titel "
The Seeds Of
Love
". Hinter dem Bandnamen verbergen sich die
beiden britischen Künstler Roland Orzabal (Gitarre, Keyboards
und Gesang) sowie Curt Smith (Bass und Gesang).
Das
Duo fand sich 1981 zunächst nicht sonderlich erfolgreich
zusammen.
Bereits 1982 traten Tears For Fears mit ihrer Single "Mad World" in
Erscheinung. Die Musikwelt sah in ihnen die neuen Shootingstars der
Musikszene. Das nun folgende Album "The Hurting" markierte den
Durchbruch für die beiden Künstler. Tears for Fears
gefielen sich mit
einem fragilen Synthiepop-Sound und mit melancholisch schwer
verdaulichen Texten.
1984
leiteten Sie allerdings eine stilistische Wende ein. Motorische
Rhythmik und die Mischung aus Synthesizern und Naturinstrumenten waren
ein erfolgversprechendes Konzept und führten zur wohl
erfolgreichsten LP der beiden ("
Songs
From The Big Chair" mit den Hits "
Shout" und "
Everybody Wants To Rule The World
").
Der letztgenannte Song belegte sowohl in Amerika,
Großbritannien
als auch in Deutschland den ersten Platz in den Musik-Charts.Erst
1987 begannen Orzabal und Curt mit den Arbeiten zu einem neuen Album.
Das 1989 fertiggestellte Werk "
The
Seeds Of Love" kann ich mit Fug und Recht als das beste
Album von Tears for Fears bezeichnen. Songs wie "
Sawing The Seeds Of Love",
"
Advice For The Young At
Heart" oder "
Woman
In Chains
"
sind großartige Popstücke, die in Ihrer Machart
stark an die
späten Werke der Beatles erinnern ohne dabei wie Kopien zu
wirken.
Obgleich dieses Werk wirklich besser ist als das
Vorgängeralbum "Songs From The Big
Chair" konnten Tears for Fears nicht an den vorangegangenen Erfolge
anknüpfen.
Nach
diesem Album trennte sich Curt Smith von Orzabal und verfolgte
Solo-Pläne. Orzabal selbst hielt den Namen Tears For Fears
aufrecht und nahm 1993 eine neue LP mit dem Titel "
Elements"
auf. Sie erreichte ebenfalls nicht das Niveau der Vorgängerin.
Dabei befanden sich auch auf dieser Platte eingängige
Stücke die die großer Meisterschaft
melodiöser Popmusik
bewiesen.
CD-Tipp #5

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Diesen
CD-Tipp widme ich meiner Lieblingsband den
Beatles.
Obwohl die Gruppe seit fast 37 Jahren nicht mehr existiert, beweist das
Album "
Love
",
dass die Beatles noch immer lebendig sind und zum Besten
gehören, was die Pop-Musik je hervorgebracht hat.
Was
aber ist das besondere an diesem Album. In
regelmäßigen
Abständen kommen irgend welche Beatles-Sampler auf den Markt,
die
jedoch nichts anderes sind als beständige Konserve. "Love" ist
jedoch vollkommen anders. Basierend auf der Freundschaft zwischen
George Harrison und dem Gründer des Cirque de Soleil, Guy
Laliberte erwuchs die Idee zu einer Art Pop-Oper der besonderen Art.
Die Idee bestand darin für die Veranstaltung des Cirque eine
Musikuntermalung aus alten Beatles-Werken zu kreieren. Ich kann hier
nur sagen es ist wirklich gelungen. Die noch verbliebenen
Beatles-Mitglieder, Paul McCartney, Ringo Starr und die Frauen von John
Lennon, Yoko Ono sowie George Harrisons Frau Olivia haben den Ton- und
Studioingenieur George Martin tatkräftig unterstützt.
Dass es
sich bei "Love" nicht um eine Eintagsfliege handelt, beweist die
Tatsache, dass Martin fast drei Jahre mit seinem Sohn Gil im Studio
zugebracht hat, alte Tapes auswertete und im Sinne der Werkmeister
zusammenstellte.
Das
einzigartige an dem Album ist, dass die einzelnen Stücke
zusammen
mit anderen Titeln kombiniert und abgemischt wurden (z.B. "
Because" mit "
Across the Universe"
oder "
Drive my Car"
mit "
The Word"
und "
What You're Doing").
Sogar das rückwärts gespielte "
Sun
King" (nun "
Gnik
Nus
")
zeigt, dass die Harmonien der Beatles einmalig und durchaus
untereinander kombinierbar sind. Es zeugt von der Meisterleistung der
Fab Four, die sie in ihren Studioprojekten zum Ausdruck gebracht haben.
Es
beweist zudem aber noch etwas: Die Beatles wären nie so
hervorragende Studiomusiker geworden, wenn sie nicht den
unverwechselbaren und einzigartigen Studioarchitekten
George Martin
an ihrer Seite gehabt hätten. Zunächst getraute er
sich
nicht, dieses Experiment zu wagen. Doch er hat sich in das Projekt mit
seinem Sohn geradezu hinein gesteigert und das Ergebnis ist wirklich
überzeugend.
Ich
bin mir sicher, dass John Lennon und George Harrison sich die
Beatlesstücke
für das 21. Jahrhundert
so überarbeitet vorgestellt hätten. Dem Genie eines
George
Martin, der immer sehr eng der Musik seiner Beatles verbunden war ist
es gelungen einen wirklichen Beatles-Meilenstein zu setzen. Dem Album
"Love" gebe ich 100 Punkte.
CD-Tipp
#6

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Dieser
CD-Tipp gehört einem Künstler aus
Texas. Der
am 3. Mai 1951 in San Antonio geborene Christopher Geppert, Sohn eines
Army Psychaters wollte eigentlich Arzt werden, aber bereits mit 8
Jahren entdeckte er die Musik für sich. Ein später
begonnenes
Studium hängte er zugunsten der Musik an den Nagel. Mr.
Geppert
dürfte wohl allseits besser unter seinem
Künstlernamen,
nämlich als
Christopher
Cross
bekannt sein. Bis der talentierte Singer und Songwriter aber die
Früchte seiner Arbeit ernten durfte vergingen fast zehn Jahre.
Bezeichnender Weise hieß die erste Schulband in der
Klein-Christopher spielte "
Psychos".
Bei dem Beruf des Vaters wohl kein Wunder. Als Frontmann der Gruppe "
Flash
"
spielte er unter anderem im Vorprogramm von Led Zeppelin und Jefferson
Aeroplane. Seine Studio-Ambitionen wurden von den Studios rundweg
abgelehnt. Aber im Jahr 1980 kam sein Debüt-Album mit dem
gleichen
Namen des Künstlers auf dem Markt. Die Platte schlug ein wie
eine
Bombe und damit wurde Christopher Cross zum Shooting-Stars des
Jahres. Das
Album selbst brachte ihm im Februar 1981, aus keiner geringeren Hand
als von Paul Simon verliehen, fünf Grammys ein. Unter anderem
für den besten Song des Jahres "
Sailing".
Weitere
herausragende Stücke des Albums sind "
Ride
Like A Wind", "
Never Be The Same",
"
Say You'll Be Mine"
und "
Minstrel Gigolo
".Die
LP verdankte ihre Popularität vor allem auch ihrer
herausragenden Studioarbeit von
Michael
Ormatian. Für ca. 180.000 Dollar wurde in 3 1/2
Monaten das Studioalbum unter Mitwirkung von Größen
wie
Don Henley
(Eagles),
Valerie Carter
und
Michael McDonald
(Doobie Brothers) produziert. Phasenweise merkt man der Platte auch
ihre starke Nähe zu den Doobie Brothers an. Interessant ist
vor
allem die kastratenartige Stimme von Christopher Cross. Ein
Markenzeichen, dass überhaupt nicht zur Person selbst passt,
da
der Mann rund 200 Pfund wiegt, bei einer Größe von
doch 1,90
m. Als Markenzeichen tauchen auf allen seinen Platten Flamingos
auf.1981
hatte Cross erneut einen Top-Hit zu verzeichnen. Zusammen mit Carole
Bayer Sager, Burt Bacharach und Peter Allen produzierte er den
Titelsong zum Kino-Schlager "Arthur", "
Arthur's
Theme".
Seine Studio- sowie Live-Aktivitäten beschränkte
Christopher
Cross auf ein Minimum. Mit seinem nachfolgenden Alben "
Another Page" und "
Every Turn Of The World"
konnte er nicht mehr an seine alten Erfolge anknüpfen.
Obgleich
auch diese Werke nicht weniger hörenswert sind. Es bleibt also
zu
hoffen, dass der gewichtige Mann aus San Antonio mit dem
schütteren Haar bald einmal wieder ein herausstechendes Werk
auf
den Markt bringt.
CD-Tipp #7

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Diesmal stelle ich ein Album aus dem Bereich des britischen Jazzpop
vor. Die unangefochtene Königin dieser Stilrichtung ist
für
mich Sade. Die Sängerin
Sade
Adu, Tochter einer englischen Krankenschwester und eines nigerianischen
Ökonomieprofessors begann am Anfang der 80er Jahre ihre
eigenen
Texte zu schreiben. Zunächst wurde sie von der
Latin/Funk-Formation Arriva engagiert. Dort schrieb sie zusammen mit
dem Gitarristen Ray St. John den Titel "
Smooth
Operator",
der große Hit auf ihrem ersten Album "
Diamond
Life".
Bevor sie jedoch ihr erstes Album aufnahm tourte sie fast zwei Jahre
mit der Formation Pride durch die Gegend. Dort lernte Sie auch den
Saxophonisten Stuart Matthewman sowie die beiden anderen Bandmitglieder
PaulDenman und Andrew Hale kennen. Sie folgten Sade im Jahr 1983, als
sie die Band Pride verließ.
Unter der Regie von Robin Millar gelang Sade mit dem Titel "
Your Love is King"
1984 ein Überraschungserfolg, so dass kurze Zeit
später mit
der Produktion einer LP begonnen wurde. Es folgten die Titel "
When Am I Gonna Make A Living",
"
Smooth Operator"
und "
Sweet As Cherry Pie".
Die Platte war ein großer Erfolg im Juli 1984 kam sie in die
Plattenläden und stürmte schon bald die Charts
(Plätze 1
in Deutschland und Großbritannien und Platz 5 in den USA).
Insgesamt verkaufte sich das Album rund 6 Mio. mal und hielt sich 98
Wochen in den britischen Charts. Mit einem Sound der geeignet war in
jeder Bar als leichte und zarte Musik zu laufen, bestach die Platte vor
allem durch die zarte und rauchige Stimme der Sängerin. Mit
der
Mid-Tempo Manier gelangen zugleich eingängige Stücke,
die
unter die Haut gingen. Es folgten die Alben "
Promise" (1986) mit
Hits wie "
Sweetest Taboo"
oder "
It's A Crime",
"
Stronger Than Pride"
(1988) und "
Love DeLuxe"
(1992). Alle Platten verfolgen den gleichen Stil. Sie stehen
für
ruhige und getragene Bar-Lounge-Music, als dieser Begriff noch nicht
geprägt war.
Es lohnt sich zur Entspannung immer mal wieder eine Platte von Sade
aufzulegen. Die sonore Art trägt auf ungeahnte Weise zur
Entspannung bei. einfach in einen Sessel setzen und die Musik bei einem
Glas Rotwein genießen.
CD-Tipp #8

Die hier vorgestellte CD ist ein Sampler und gehört zur
Sparte "
Filmmusik".
Es
handelt sich dabei um das zum Film "
American
Graffiti"
erschienene Doppelalbum. Der Film gehört zu meinen unangefochtenen
Spitzenreitern, nicht nur weil es sich um den ersten Film handelt, den
ich mir ganz alleine und selbstständig im Kino angesehen habe,
sondern auch wegen der hervorragenden Musikauswahl.
"American Graffiti" ist die erste Regieproduktion des damals noch
jungen
George Lukas,
der spätestens mit "Krieg der Sterne" und den nachfolgenden
Science Fiction Filmen ausgesorgt hatte. Bereits damals
äußerten sich die Kritiker ziemlich wohlwollend über
sein Regiedebüt. In seinem Film lässt Lukas die ausgehenden
Fünfziger Jahre Revue passieren. Eine Hand voll junger
College-Absolventen erlebt die letzte Nacht in einer kalifornischen
Kleinstadt bevor jeder von Ihnen eigene Wege in der Welt der
Erwachsenen geht. Der Film brilliert durch eine großartige
darstellerische Leistung der noch jungen Schauspieler
Richard Dreyfuss, Harrison Ford,
Ron Howard, Paul Le Mat, Candy Clark u.a.
Es ist kaum zu glauben, wie abwechslungsreich es Lukas (in Gemeinschaft
mit Francis Ford Copolla) gelungen ist, eine Nacht im Leben
amerikanischer Jugendlicher darzustellen ohne dabei Langeweile
aufkommen zu lassen.
Das besondere ist für mich aber die Musikauswahl auf diesem Album.
Viele Radio-Stars der 50er und frühen 60er Jahre finden sich auf
diesen Scheiben wieder.
Bill
Haley mit "
Rock
around the Clock",
Chuck
Berry mit "
Almost
Grown",
Buddy
Hollys "
That'll
be the day" oder
Fats
Dominos "
Ain't
that a Shame" sind nur einige Beispiele. Darüber hinaus
sind große "
Doo-Wop"-Groups
vertreten wie die
Del-Vikings
mit "
Come go with me"
oder the
Skyliners
mit "
Since I don't have
you". Außerdem erkennt man auch, dass die aufkommende
"Surfin"-Welle mit den
Beach
Boys oder den
Regents
und ihren Titeln "
Surfin
Safari" bzw. "
Barbara
Ann"
bereits eine neue Musikrichtung eingeläutet hat, die als
Modeerscheinung nicht unbedingt jedermanns Geschmack war. Umrahmt wird
die CD mit ausgewählten Einspielungen von
Wolfman Jack.
Wolfman war der Radio-Moderator der damaligen Zeit. Die "Wolfman Jack
Show" war die angesagteste Radiosendung nicht nur an der
Westküste, sondern in den ganzen Staaten. Wolfman selbst konnte
durch seine Musikauswahl dazu beitragen, ob ein Titel ein Hit wurde
oder nicht. Wenn man einmal genau auf die einzelnen Einspielungen
hört, erkennt man gut, was einen guten Radiomoderator ausmacht,
nämlich eine ansprechende Radiopräsenz und ein guter
Musikgeschmack. Auch im Film hat Wolfman Jack einen kurzen Auftritt.
Insgesamt befinden sich auf den zwei CDs 41 Musikstücke, die dazu
einladen den guten alten Rock 'n' Roll aufleben zu lassen.
CD-Tipp #9

Die
CD gehört zu keinem geringeren als einem Blues-Musiker par
excellence.
J.J. Cale,
mit richtigen Namen als John Cale am 5. Dezember 1938 in Oklahoma City
geboren, gilt er heute als die Ikone der sanften Bluesmusik. Und
niemand anderes als ein anderer "Blues-Heroe" verdankt ihm nicht
zuletzt seine einzigartige Solo-Karriere, nämlich
Eric Clapton. "Mr.
Slowhand" coverte einige Stücke von Cale. Unter anderem Hits wie "
After Midnight" und "
Cocaine".
Bevor Cale öffentlich mit seinem ersten Album "Natuarlly" im Jahr
1972 von sich Reden machte, tingelte er durch die Clubs in Tulsa,
jobbte in Los Angeles und kehrte nach erfolglosen Studioaufnahmen
zunächst nach Tulsa zurück, wo er in einem Wohnwagen lebte.
Aber sein Stil war einmalig. Er kreierte den so genannten "
Laid Back",
das heißt er nahm sich und sein Gitarrenspiel ganz zurück.
Dadurch wirken seine Stücke unaufdringlich und geben dem ganzen
Blues etwas leichtfüßig Schwebendes. Mit den Stücken "
Crazy Mama"
und "After Midnight" schaffte es Cale erstmals in die Top 50 Charts.
Sein musikalisches Spiel ist unpretentiös.
Die CD besteht aus
insgesamt 12 Stücken, von denen jedes hörbaren Musikgenuss
bedeutet. Ebenso wie bei seiner Studioarbeit macht sich der Meister
auch auf der Bühne überaus rar. Auch mit seinen LP-Aufnahmen
ließ sich Cale viel Zeit. Erst 1976 brachte er ein neues Album
heraus. "
Troubadour"
reiht sich
ebenfalls nahtlos in sein ruhiges, unaufdringliches und mit wenigen
Akkorden bestücktes Spiel ein. Dazu kommt Cales leicht rauchige
Stimme. Alles in Allem mehr als passend zu einem schönen
Südstaaten-Blues-Musiker. Ab und an tritt J.J. Cale mal wieder in
Erscheinung. Letztmalig mit dem Album "
The
Road to Escondido"
welches er zusammen mit Eric Clapton aufgenommen hat. Mittlerweile
besitze ich eine stattliche Sammlung von J.J. Cale, aber "Naturally"
zählt nach wie vor zu meinen Favoriten. Immer wieder hole ich sie
hervor und genieße den sanften und weichen Blues von J.J. Cale -
einfach nur schön.
CD-Tipp #10

Nachdem
ich nun längere Zeit keine CD vorgestellt habe, kommt hier
einmal wieder ein Leckerbissen im Doppelpack. Das Blues-Urgestein aus
Belfast hat erneut mit einem Best-Of-Album zugeschlagen und diesmal
sogar als Doppelalbum. Der am 31.08.1945 geborene Van Morrision brach
schon als 15jähriger die Schule ab und widmete sich der Musik. Mit
der Gruppe "Them" hatte er seine ersten Erfolge, unter anderem mit den
Songs "
Brown Eyed Girl"
und "
(It's) all over now".
Van Morrison gilt in Fachkreisen als schwieriger Charakter. Dennoch
gehört er zu den ganz großen seiner Zunft.
Auf seinem
dritten Best-Of-Werk hat er eine Auswahl seiner Werke zusammengestellt,
die er mit namhaften Künstlern eingespielt hat. Die Namensliste
liest sich wie das "Who is who" der Bluesmusik. Neben
John Lee Hooker,
finden sich die Namen von
Carl
Perkins, Georgie Fame, B.B. King, Jimmy Witherspoon, Candy Dulfer,
Lonnie Donegan oder Ray Charles.
Viele der auf der Platte befindlichen Stücke sind bereits bekannt,
wirken jedoch durch die Neuinterpretation ausgesprochen frisch und
geben den Songs einen komplett neuen Ausdruck. Hierzu zählen
insbesondere die Stücke "
Moondance"
oder "
Gloria"
(mit John Lee Hooker). Ein besonderes Highlight bildet "
Cry for Home",
ein Duett, dass Van Morrision zusammen mit Tom Jones aufgenommen hat.
Jones konnte sich dieses Stück zunächst gar nicht vorstellen.
Das Ergebnis hat ihn jedoch begeistert, so dass er seinen "Mega-Seller"
"Reloaded" komplett mit Duettstücken aufnahm. Ebenso
eingängig sind die Songs "
Days
Like This" oder "
Meet
me in the Indian Summer". Der alte Ray Charles Hit "
Georgia on my mind"
erfährt eine vollkommen neue Interpretation durch Van Morrison.
Interessanterweise hat er gerade dieses Stück nicht mit Ray
Charles eingespielt, sondern "
Crazy
Love".
Insgesamt
befinden sich auf den zwei CDs 31 Songs des Ausnahmemusikers mit der
leicht krächzigen Stimme. Liebhabern guter und getragener
Bluesmusik kann ich dieses Doppelalbum wärmstens empfehlen.
Für mich ist dieses Album im Augenblick die Scheibe des
Jahres.
CD-Tipp
#11

Lange
Zeit habe ich keinen CD-Tipp mehr abgegeben, aber jetzt ist es endlich
wieder soweit. Die CD, die ich diesmal vorstellen möchte stammt von der
britischen Gruppe ASIA. Für mich zählt diese Gruppe um die Musiker
Geoff Downes, Carl Palmer und John Payne zu den besten Rockmusikern,
die in den Achtziger Jahren auf sich aufmerksam machten. Mit dem 1981
von David Geffen in seinen Studio produzierten Debütalbum landete die
Gruppe (damals noch mit den Gründungsmitgliedern Steve Howe und John
Wetton besetzt) einen unglaublichen Einstand.
Gleich drei Songs der
Platte schafften es in die internationalen Charts. Allen voran der
Smash-Hit "
Heat of the
Moment". Es folgten die nicht weniger erfolgreichen Stücke
"
Only time will tell"
und "
Don't Cry".
Das Album erreichte mühelos Platin-Status. Bereits kurze Zeit darauf
entstand das Nachfolgewerk "
Alpha".
Die Stücke waren bombastische und überzeichnende Rockepen und
erinnerten eher an wagnerische Opernstücke, denn an drei oder
vierminütige Rocksongs. Dennoch der Erfolg sollte der Gruppe zunächst
recht geben. Insbesondere in den USA kam Asia gut an und traf den
dortigen Musikgeschmack zu 100%. Die Verkaufszahlen ihrer Alben
erreichten dort schwindelerregende Höhen. Der klassizistisch anmutenden
Hardrock hatte allerdings höchstes Profiniveau und war nicht Abklatsch
eines bereits dagewesenen Stils.
Die Band verließ letztlich
Großbritannien und siedelte wegen des größeren Erfolgs in die
Vereinigten Staaten über. Alles was Asia produzierte zeichnete sich
durch größte Perfektion aus. Dennoch konnten Sie an den großen Erfolg
ihres Debütalbums nicht mehr heranreichen.
Die LP "
Astra"
war eher als Misserfolg zu bezeichnen, worauf sich die Band kurze Zeit
später auflöste. In unterschiedlicher Besetzung findet sich Asia immer
wieder zusammen, jedoch gingen die Musikkritiken hart mit der Band ins
Gericht. Asia wird vollkommen überzogener und einfaltsloser Bombastrock
zur Last gelegt. Das sollte jedoch das tolle Werk, welches ich hier
vorstelle, keinesfalls schmälern. Mit dem Sampler "
Then and Now" konnte
Asia vor allem wegen des Radio-Hits "
Days
like these"
wieder auf sich aufmerksam machen. Noch immer ist das Debütalbum ein
sehr hörenswertes Werk und ich kann mich auch noch nach mehr als 27
Jahren nach dem Erscheinen an dem wunderbaren Rocksound
erfreuen.
CD-Tipp #12

Diese
wunderbare
CD stammt von Robert Ahwai und trägt den Titel
„
Trinidad“.
Es handelt sich um eine Import-CD, die im hauseigenen
„Jazzee Blue Record“-Label von Chris Rea erschienen ist. Der
Künstler selbst wurde 1950 in Port-of-Spain, Trinidad &
Tobago geboren. Schon als siebenjähriger spielte er Ukelele und
hörte schon früh die karibische Musik und Jazz. 1962
wanderte seine Familie nach Großbritannien aus. Mit 15 brachte
ihm sein Vater das Gitarrenspiel bei. 1969 begann er in London sein
Musikstudium. 1973 verließ er die Uni und tourte seit den
Siebzigern mit zahlreichen bekannten Stars.
Als Begleitmusiker
unterstützte er Größen, wie
Cat
Stevens, Elkie
Brooks, Marvin Gaye, George Michael, Paul Young, Chris Rea, John Cale
und viele andere. Sein musikalischer Stil pendelt zwischen den
karibischen Klängen, Jazz, Blues und verschiedenen
Pop-Stilrichtungen. Vor allem wer Konzerte von Chris Rea besucht hat,
wird bei manch einer Solo-Einlage, das hervorragende Spiel
von
Robert Ahwai zu schätzen gelernt haben. Insbesondere eine weiche
Melodiösität
und ein perfektes Zusammenspiel mit anderen Instrumenten zeichnen
sein nahezu perfektes Spiel aus. Dabei wirkt Robert Ahwai niemals
aufdringlich im Vordergrund, sondern weiß seine künstlerische
Begabung gekonnt in Einklang mit anderen Künstlern einzuordnen.
Die Titel der CD laden zum Träumen ein und lassen den Zuhörer
das Flair und die Ruhe karibischer Momente erleben. Die neune auf der
CD befindlichen Titel sind alles samt Pretiosen, gleich ob es sich
dabei um "
Arabica",
"
Trinidad", "
Port of Spain" oder "
Carnival"
handelt. Man merkt sogleich, dass der Künstler hier ein wenig die
Ehrerbietung vor seiner karibischen Heimat zelebriert. Es bleibt zu
hoffen, dass Robert Ahwai bald wieder ein so wundervolles Album auf den
Markt bringt.
CD-Tipp #13

Der
neue CD-Tipp bezieht sich eigentlich auf einen ganzen Schuber mit vier
CDs und
einem Booklet der Gruppe Fleetwood Mac und trägt den Titel
„
Fleetwood Mac - 25 Years
- The Chain“.
Die CDs erschienen zum 25jährigen Band-Jubiläum und beinhalten 72 Titel
der Band über ihre gesamte Schaffensphase, beginnend mit den neueren
Stücken bis hin zu den Anfängen der Blues-Revival-Zeit unter dem
Mitbegründer Peter Green.
Fleetwood Mac sind seit 1968 unter diesem
Namen im Musikgeschäft tätig. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die
Besetzung der Gruppe mehrfach. Zur derzeitigen Stammbesetzung zählen
John und Christine McVie,
Mick Fleetwood
und
Stevie Nicks.
Das Gründungsmitglied
Peter
Green,
der den Blues bei Fleetwood Mac verkörperte verließ die Band bereits
Anfang der 70er Jahre. Die Band wandte sich nun mehr einem Pop und Rock
akzentuierten Stil zu. Mit dem Einstieg von
Stevie Nicks und
Lindsay Buckingham
hatte die Band nun die Besetzung, die ihr den großen Erfolg bringen
sollte. Die Sängerinnen Stevie Nicks und Christine McVie setzten die
melodiösen Glanzpunkte in den nun folgenden Alben. Mit dem Doppelalbum "
Rumours"
erklomm die Band den Pop-Olymp. Bereits im ersten Jahr der
Veröffentlichung (1977) verkaufte sich das Album mehr als 15 Millionen
mal. Weltweit konnten von der LP mehr als 30 Millionen Exemplare
abgesetzt werden und hielt sich über 400 Wochen in den amerikanischen
Charts. Mit Titeln wie "
Go
Your Own Way", "
Dreams"
oder "
Don't Stop"
räumte die Band gehörig ab. Grammy, Goldene und Platin-Schallplatten
heimste Fleetwod Mac ein. Schon das Vorgänger-Album "
Fleetwood Mac" hatte
mit den Stücken "
Rhiannon"
und "
Over My Head"
und "
Say You Love Me"
drei Superhits zu verzeichnen.
Während die Gruppe in ihrer Heimat
Großbritannien nur mäßigen Erfolg hatte, startete sie in den USA durch.
Die Übersiedelung nach Kalifornien war da eine logische
Schlussfolgerung. Fleetwood Mac etablierte sich auf hohem Niveau es
folgten nach und nach erfolgreiche Alben wie z.B. "
Tusk", "
Mirage" und "
Tango In The Night".
In der Band kam es immer wieder zu Zerwürfnissen und Streitereien,
Auflösungsgerüchte kursierten und die Bandmitglieder verfolgten mehr
oder weniger erfolgreiche Soloprojekte.
Dennoch finden sich Fleetwood
Mac immer wieder zusammen und veröffentlichen in unregelmäßigen
Abständen Platten, die zum Besten gehören, was die Musikindustrie aus
meiner Sicht zu bieten hat. In letzter Zeit ist es allerdings ein wenig
stiller um diese erstklassige Mannschaft geworden.
CD-Tipp #14

Die
CD gehört zur Stilrichtung Flamenco-Pop. Ende der 80er Anfang
der 90er Jahre war die Ethno-Welle richtig im Kommen. Unterschiedliche
Künstler und musikalische Stilrichtungen aus Europa, Afrika und Asien
fanden Eingang in die Popkultur. Hierzu müssen auch die "
Gipsy Kings"
gezählt werden und doch sind sie ganz anders als viele Eintagsfliegen,
die auf dieser Welle nur mitschwammen.
Bereits seit den 70er Jahren
traten die
Gebrüder Reyes
in Frankreich als Künstler auf Hochzeiten, Straßenfesten und anderen
Veranstaltungen auf. Nach dem Zusammenschluss mit den
Brüdern Baliardo
ändert die Gruppe ihren Namen zum heute bekannten "Gipsy Kings", was
wohl auch der unsteten Lebensweise geschuldet ist. Der große Durchbruch
erzielt die Gruppe 1987 mit Titeln wie "
Djoba
Djoba" oder "
Bamboleo",
die allerdings zunächst im Mittelmeerraum äußerst erfolgreich sind und
von dort als Gute-Laune-Musik auch nach Deutschland gebracht werden. In
dieser Zeit erhalten die Gipsy Kings alleine in 15 Ländern Gold- und
Platinschallplatten. In Deutschland verkauft sich Bamboleo innerhalb
kürzester Zeit über eine halbe Millionen Mal.
Die auf das Debüt-Album
folgende Platte "
Mosaique"
enthält unter anderem die auch außerhalb Europas erfolgreichen Stücke "
Volare", "
Soy" und "
Vamos A Bailar".
Bereits der erste Titel "
Caminando
Por La Calle"
fesselt durch sein überaus harmonisches Zusammenspiel der Gitarren. Im
Laufe der Zeit haben sich die Gipsy Kings zu einer festen Größe im
internationalen Pop-Geschäft entwickelt. Zunehmend treten zum
unvergleichlichen Gitarrenspiel auch neue Rhythmus- und
Percussioninstrumente sowie Synthesizer hinzu und bauen die wunderbare
Musik dieser Gruppe weiter aus. Besonders erfolgreich ist die Gruppe
auch in den USA.
Das Folgealbum "
Este
Mundo" mit dem Stück "
Baila
Me"
verkaufte sich nicht nur in Europa sondern auch auf dem amerikanischen
Markt hervorragend. Die Flamenco-Musik der Gipsy Kings verzaubert und
ist nicht nur als Sommer-Musik empfehlenswert.
CD-Tipp #15

Bekanntlich
lässt sich über Geschmack ja nicht
streiten und auch, wenn die Allüren des selbstgekrönten "
King of Pop"
oftmals zum Kopfschütteln veranlassen. Eines ist unstrittig: das Album
"Thriller" ist und bleibt bisher das am meisten verkaufte Album
weltweit. Mit geschätzten 60 Millionen verkauften Exemplaren ist es mit
Abstand das am besten verkaufte Werk aller Zeiten. Dabei ist es nur ein
Auszug dessen, was
Michael
Jackson
als Künstler bislang produziert und abgesetzt hat. Insgesamt belaufen
sich nach Schätzungen die Verkäufe aller seiner Werke auf umgerechnet
fast 400 Millionen Scheiben. Jacksons Aufstieg beruhte zum einen auf
der erfolgreichen Zusammenarbeit mit seinen Brüdern bei der Gruppe "
Jackson 5"
unter dem Motown-Label. Später lösten sich die Jacksons von Motown und
wechselten erfolgreich in den Bereich der Disco-Musik.
Das Album "
Destiny"
war hierbei ein Meilenstein. Mit dreizehn Jahren begann Michael Jackson
seine Solo-Karriere voranzutreiben. Insbesondere die Zusammenarbeit mit
dem Produzenten
Quincy
Jones steigerte seinen Erfolg. das Vorgänger-Album vor
"Thriller" hieß "
Off The
Wall" und brachte die Nummer-1-Hits "
Don’t Stop ’Til You Get Enough"
und "
Rock With You".
Dann kam 1982 das Top-Album für Michael Jackson schlechthin. "Thriller"
beinhaltete insgesamt sieben Chart-Breaker, unter ihnen die Titel „
The Girl Is Mine“, „
Billie Jean“, „
Beat It“, „
Wanna Be Startin’ Somethin’“,
„
Human Nature“,
„
PYT (Pretty Young Thing)“
und „
Thriller“.
Monate lang führte das Album sämtliche Charts der Welt an. Michael
Jackson heimste Grammys und Musikauszeichnungen en masse ein und
erhielt sogar Einladungen zum Präsidenten ins "Weiße Haus". Das 18
Minuten lange Video zum Smash-Hit "Thriller" sprengte alles bis dahin
bekannte und setzte Maßstäbe für zukünftige Videoproduktionen.
Auch das
nachfolgende Album "
Bad"
mit den Hits "
Dirty Diana",
"
Bad", "
Liberian Girl" und "
Dirty Diana" sowie
einer ausgedehnten Welttournee war
nochmals ein großer Erfolg. Doch anschließend kam der Abstieg zur
Mittelmäßigkeit. Jackson machte mehr Aufsehen in der Klatschpresse und
mit skurrilen Auftritten in der Öffentlichkeit. Durch den Aufkauf der
Rechte an den Beatles-Songs für 47 Mio. EURO zerstörte er die
Freundschaft zu Paul McCartney, mit dem er einige seiner Titel
eingespielt hatte. Darüber hinaus kam es zweimal zu Anklagen wegen
Pädophilie, die zwar mit Freisprüchen endeten, aber dennoch das Image
des "sauberen" Künstlers schwer beschädigten. Durch zahlreiche
Schönheitsoperationen ist das Aussehen des einst smarten Michael
Jackson schwer entstellt. Der künstlerische Erfolg wollte sich seitdem
nicht mehr einstellen. Mittlerweile musste Jackson etliche seiner
Reichtümer verkaufen um die drückende Schuldenlast der Prozesskosten
und anderer Angelegenheiten zu bezahlen. In diesem Jahr feiert Jackson
sein 25jähriges Jubiläum von "Thriller" aber außer einer Neuauflage des
"bestverkauften Albums aller Zeiten" ist bislang nichts neues von ihm
veröffentlicht worden. Ein wirklich großer Hit wäre ihm sicherlich
wieder gegönnt.
CD-Tipp #16

Der
CD-Tipp für dieses Mal gehört einem schweizer Musiker mit kanadischen
Wurzeln. Es handelt sich dabei um eine Best-of-Compilation des
Künstlers
Phil Carmen,
der eigentlich mit gebürtigen Namen
Herbert
Hofmann
heißt und am 14. Februar 1953 in Montreal geboren wurde. Nach einer
Buchhalterlehre wendet er sich stärker der Musik zu und gründet mit
Mike Thompson
das Duo "Carmen & Thompson". Mit seinem Partner sammelte er
zunächst über mehrere Jahre Bühnenerfahrung und gründete später sein
eigenes Studio, in dem er auch seine späteren Songs produziert.
1985 verzeichnete er mit dem Song "
On
My Way To L.A." seinen ersten größeren Hit. Die
nachfolgende Auskoppelung "
Moonshine
Still"
wird als Abklatsch des vorhergehenden Songs angesehen und verrissen.
Stimmlich und musikalisch sind seine Songs wirkliche Perlen der
Popmusik und lassen den Westcoast-Stil in seiner ganzen Schönheit zum
Vorschein kommen. Leider blieb Phil Carmen der wirklich große
Durchbruch stets verwehrt, was ich persönlich als sehr schade empfinde,
denn Songs wie "
Borderline
Down", "
City
Walls", "
Cool
Night Water" oder "
Refugee"
sind nicht nur schön, sondern melodiös so eingängig, dass man diese
Stücke immer wieder anhören kann. Das Album "
Cool & Collected"
enthält die Werke aus einer zehnjährigen Schaffensperiode. Insgesamt
sind 18 Stücke auf dem Album versammelt. Die CD gehört zu den wenigen
Werken, die ich auch nach vielen Jahren immer wieder aus dem Regal
ziehe, einlegen kann und von Anbeginn bis Ende durchhören kann ohne
dass mir langweilig wird.
Zwischenzeitlich hat sich Phil Carmen, weil
er pleite gegangen ist in die USA abgesetzt. Angeblich gefällt es ihm
dort besser. Mittlerweile engagiert sich Carmen stärker im Tierschutz
als in der Musik. Ab und an produziert Carmen die Alben anderer
Künstler, darunter auch
Nena's
Ablum "
Wunder geschehn'".
CD-Tipp #17

Diesen
CD-Tipp widme ich einer Gruppe der Neuen Deutschen Welle, als diese
noch nicht durch sinnentleertes "BlaBla"-Gesinge tot kommerzialisert
war. In der vierjährigen Schaffensphase von "
Rheingold" die durch
den Gitarissten und Sänger
Bodo
Staiger angeführt und von dem Texter
Lothar Manteuffel
und die Keyboarderin
Brigitte
Kunze unterstützt wurde, hatte die Band 1981 mit "
Dreiklangsdimensionen"
den ersten deutschsprachigen Hit, der innerhalb der Neuen Deutschen
Welle die Charts (Platz 17) erklomm. Das Album zeigt augenscheinlich,
dass es möglich war in Deutschland moderne elektronische Musik abseits
der öden Schlagermusik zu produzieren. Die Folgeauskopplung "
Fluss"
war ebenso erfolgreich.
Für den umstrittenen Film "Der Fan" mit Desiree
Nosbusch in der Hauptrolle produzierte Staiger mit Rheingold die
Titelmelodie "
Fan Fan
Fanatisch" sowie den Song "
Das
steht ihr gut"
(Plätze 24 und 44 in Deutschland). Danach war es mit dem Erfolg vorbei.
Die Neue Deutsche Welle wurde nun von anderen Künstlern besetzt. Nena,
Trio, Frl. Menke und andere schwammen nun auf der Kommerzwelle mit. Die
progressive Musik der Anfangsphase blieb dabei leider auf der Stelle.
Im Radio wurde nun alles was überhaupt von deutschen Künstlern
produziert wurde der NDW oder dem jetzt so genannten Deutschrock
zugeordnet, gleichgültig ob es sich dabei um Neulinge oder um alte
Hasen, wie z.B. Udo Lindenberg oder auch Peter Maffai handelte.
Nach
nur vier Jahren lösten sich Rheingold 1984 auf. Nach wie vor sind für
mich "
Rheingold",
"
Ideal", "
Fehlfarben" und "
Interzone"
Ikonen und Wegbereiter der Neuen Deutschen Welle. Diese Gruppen sorgten
dafür, dass sich moderne deutsche Musik auch in den deutschen
Radiostationen erfolgreich etablieren konnte.
CD-Tipp #18
Glam-Rock
und "
The Sweet"
gehören einfach zusammen. Die erfolgreichste Band der 70er Jahre dieses
Genre war in Deutschland beliebter und erfolgreicher als in ihrer
Heimat Großbritannien. Die Originalbesetzung um
Brian Connolly
(Gesang),
Steve Priest
(Bass),
Mick Tucker
(Schlagzeug) und
Andy
Scott (Gitarre) hatte ihren ersten größeren Hit mit den
von Mike Chapman und Nicky Chinn produzierten Song "
Co-Co". Die Band
wurde dazu verdonnert die Konfektionsware von
Chapman/Chinn zu
spielen. Es folgten Songs wie "
Poppa
Joe", "
Little
Willy", "
Wig
Wam Bam" oder "
Alexander
Graham Bell".
Dabei lösten sich Sweet nach und nach von dem "Bubble-Gum-Image" und
versuchten auch stärker sich mit eigenen Produktionen einzubringen.
Ihr
erster eigener Song war "
Fox
On The Run"
und nicht weniger erfolgreich als die Stücke aus der Feder des
Songschreiber-Duos. Die Kritiker gingen mit "The Sweet" hart ins
Gericht. So schrieben sie, dass der Band scheinbar das Aussehen
wichtiger sei, als gestimmte Gitarren bei ihren Auftritten. Tatsächlich
war die Verkleidung der Truppe zum Teil mit hohen
Plateausohlen-Stiefeln und hautengen Glitzerklamotten sehr bizarr,
wurde aber auch von anderen Künstlern wie z.B.
Marc Bohlen oder
David Bowie
in den 70er Jahren gerne getragen. Es dauerte lange bis Sweet ihren
eigenen Stil voll zur Geltung bringen konnten. Im Endeffekt befand sich
die Band zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem absteigenden Ast und
konnte trotz guter Produktionen nicht mehr an die vergangenen Erfolge
anknüpfen. Diese waren zumindest in Deutschland recht beachtlich.
Konnte die Band doch bis zum Ende Ihrer ursprünglichen Besetzung im
Jahr 1979 rund 16 Chart-Hits in Deutschland aufweisen, darunter etliche
No. 1- Hits. Den letzten wirklichen Hit verzeichnete die Gruppe mit dem
Titel "
Love Is Like Oxygen"
Die
Band war in den 70er Jahren aus der "BRAVO" nicht wegzudenken und zeugt
damit auch von der Beliebtheit der Gruppe unter der damaligen Jugend.
Aufgrund von Alkoholproblemen verließ 1979 Brian Connolly die Band und
versuchte sich fortan mit einer erfolglosen Solo-Karriere. Er starb
1997 nach mehreren Herzinfarkten an Nierenversagen. Der Schlagzeuger
Mick Tucker verstarb nach langer Krankheit im Jahr 2002. Andy Scott
tourt nach wie vor mit der Formation "
Andy
Scott's New Sweet"
durch die Lande und spielt die alten Hits auf Oldie-Veranstaltungen.
Auf dem hier vorliegenden Doppelalbum befinden sich ingesamt 40 Songs
darunter die großen Hits als auch die weniger bekannten B-Seiten. Alles
in allem ein großer Querschnitt der Schaffensphase dieser Band.
CD-Tipp
#19

Wer
glaubt, dass gute Musik immer von der Insel oder aus den Vereinigten
Staaten kommen muss, irrt hier gewaltig. Die Mannen um den Sänger und
Gitarristen Uli Tsitsos verstehen es mit einer Mischung aus bestem
Britpop ala Travis und der stimmlichen Mischung eines frühen Bruce
Springsteen ihr Publikum zu begeistern. Der gute Sound kommt bei
Live-Auftritten noch besser rüber als direkt auf der CD.
Ich hatte
das Glück, dass ich "
The
Elephant Circus" bei der Vorstellung ihrer
aktuellen CD "
The Great
Rock 'n' Roll Swindlers" im Thalia Buchhaus in
Nürnberg erleben durfte. Der Sound hält einen sofort gefangen. Gleich
ob es sich dabei um das schmissige "
Let's
Go California" handelt oder
um das ebenso eingängige "
God's
Grace". Alle Stücke haben gemeinsam,
dass Tsitsos zusammen mit Andi Wunderlich an den Drums, Stefan Blanke
an der Lead und Rhythmus-Gitarre, Rene la Ruso an den Tasten sowie Lutz
J. Mays und Christian "Krispy" Prauschke am Double Bass so wundervoll
harmonieren, dass mit dieser CD ein Werk entstanden ist, das sich nicht
hinter den bekannten Popgrößen in diesem Genre verstecken muss. Die
Texte sind lyrisch, teils melancholisch und beinhalten einen gewissen
Weltschmerz, der jedoch nicht aufdringlich ist.
Die feine
Musikinterpretation fängt dabei die etwas traurigeren Textteile gut
ein, ohne gänzlich ins Gegenteil abzugleiten. Auf der CD befinden sich
12 sehr schöne Stücke von denen neben den beiden oben genannten mir vor
allem auch "
Bye Bye
Butterfly" und "
Heat Up
The Gun"
gefallen.
Aber eigentlich sind alles Songs Perlen. Meine Empfehlung - einmal auf
die Homepage unter www.myspace.com/elephantcircus schauen und sich die
CD selbst besorgen. Leider ist die Scheibe bislang noch nicht im großen
Handelsvertrieb, was eigentlich sehr schade ist.
CD-Tipp #20

Dieses
Urgestein der Popmusik der 80er und 90er Jahre bleibt einfach
unverwüstlich. Hierzu zählt mit Sicherheit auch
George Michael. Auch
wenn es seit seinem damals ungewollten "Coming Out" etwas ruhiger um
den großen Pop-Künstler geworden ist. So gibt vor allem das hier
vorliegende Doppelalbum "Ladies & Gentlemen" einen Einblick in
die
großartige Musikerkarriere.
Das Album ist unterteilt in "For The
Heart...", die langsameren Balladen und in "For The Feet...", den
ausdrucksstarken Dance-Klassikern einer umwerfenden Pop-Epoche.
Nachdem
sich George Michael von seinem Partner Andrew Richley bei WHAM getrennt
hatte, landete er mit "
Carless
Whisper" bereits einen Mega-Seller. Es
folgten Hits wie "
Faith"
und "
Father Figure"
oder "
I Want Your Sex"
ebenso wie die erfolgreichen Duette "
I
Knew You were Waiting (For Me)"
mit Aretha Franklin und "
Don't
Let The Sun Go Down On Me" mit Elton
John.
Zwischenzeitlich hatte George Michael eine etwas längere
Kreativpause bevor er mit dem Album "
Older"
erneut einen Hammer
abliefert. Darauf befanden sich die Stücke "
Jesus to A Child"
oder
"
Star People".
Nicht zu vergessen, das südamerikanische "
Desafinado",
das er auf dem Album zusammen mit Astrud Gilberto interpretiert. Hier
zeigt sich die besondere Qualität eines George Michael auch
jazzige Stücke mit einem wundervollen stimmlichen Art zu
interpretieren. Insgesamt enthält das Doppelalbum 29 Stücke, die das
ganze Spektrum seiner Schaffensphase bis in die späten 90er Jahre
umfassen. Es wäre sehr schön, wenn George Michael trotz seines Rückzugs
in das Privatleben uns bald doch einmal wieder mit einem neuen Album
überraschen könnte, da sein letztes großes Werk "Amazing" nun auch
schon wieder etliche Jahre zurück liegt.
CD-Tipp #21

Als
ich damals das von Peter Maffay interpretierte "
Über sieben Brücken
musst du gehn" hörte, hatte ich noch keine Ahnung, dass
dieses Stück
überhaupt nicht von ihm stammte, sondern von einer Band aus der DDR.
Erst viele Jahre später sah ich im Fernsehen einen Auftritt dieser
Gruppe und erfuhr dabei auch, dass sie diesen erfolgreichen Titel
geschrieben haben, der im Westen für Maffay einer seiner
bestverkauftesten Songs wurde.
Erst seit diesem Zeitpunkt lernte
ich diese großartige Kombo näher kennen. Man merkt schnell, dass es
sich bei
Karat
um Vollblutmusiker handelt, die nicht nur gute Musik
sondern auch anspruchsvolle Texte abzuliefern wussten. Was im Übrigen
gar nicht leicht war, wenn man bedenkt, dass Systemkritik in der DDR
stets in den
Texten nett verpackt oder versteckt werden musste.
Schnell
erwarb sich die Band um Sänger Herbert Dreilich ansehen. Ursprünglich
ging Karat aus der Jazz-Formation "Panta Rhei" hervor. Seit Mitte der
70er Jahre schrieben die Mannen um ihren Sänger viele erfolgreiche
Stücke. Musik und Text waren zu einer kunstvollen Einheit verwoben, die
sich im Metier Rock und Pop gut ansiedelten. Mit Titeln wie "
Schwanenkönig", "
Der blaue Planet", "
Wilder Mohn" oder "
Blumen aus Eis"
eroberten Karat schnell Spitzenplätze in der DDR-Hitparade. Es dauerte
aber ein bisschen, bis die Band auch im Westen bekannt wurde. 1983
erhielt sie für ihr Album "
Der
blaue Planet"
eine Goldene Schallplatte. Zudem war sie im Jahr 1984 die einzige
DDR-Band, die auch einen Auftritt in der Fernsehsendung "Wetten daß..."
hatte. Die vorliegende Doppel-CD enthält eine Auswahl ihrer schönsten
Stücke. Für mich sind fast alle hörenswert und wahre Ohrwürmer. Mein
absoluter Favorit ist aber immer noch "
Don
Alfredo" gefolgt
von den Stücken "
Wilder
Mohn" und "
Blumen
aus Eis". Wer gute deutsche Musik aus einer Zeit jenseits
des Eisernen Vorhangs hören möchte, dem sei diese Gruppe wärmstens
empfohlen.
CD-Tipp #22
Marillions
Progressive-Rock um die unverwechselbare Stimme ihres Sängers Fish war
für mich der Einstieg in eine neue Art der Rockmusik. Das 1985
erschienene Album "
Misplaced
Childhood"
besticht nicht nur durch seine musikalischen Qualitäten, es sind auch
die Texte, und die Covergestaltung, die dieses Album zu einem
Gesamtkunstwerk machen. Dabei ist der Aufbau so, dass sämtliche Stücke
in einander übergehen, beginnend mit "
Pseudo
Silk Kimono"
bis hin zum grandiosen Finale mit "
White
Feather". Von allen Alben ist dieses das bestverkaufte der
Band.
Nach den Scheiben "
Script
For A Chesters Tear", und "
Fugazi"
war dies nun der dritte Schlag dieser britischen Band. Auf der CD
befinden sich die auch als Singles ausgekoppelten Balladen "
Kayleigh" und "
Lavender" sowie das
rockige "
Hearts Of Lothian'".
Anschließend wurde es nach Tournee-Erfolgen für zwei Jahre still um die
Band.
Bis sie 1987 mit dem Album "
Clutching
At Straws" erneut auf sich aufmerksam machte. Es enthält
unter anderem den international erfolgreichen Titel "
Incommunicado".
Aufgrund musikalischer Differenzen trennte sich Fish vom Rest der
Gruppe und begann nun eine Solo-Karriere. Die übrigen Band-Mitglieder
machten unter einem anderen Sänger weiter.
Ich habe mir zwar danach
noch einige Stücke angehört, aber sowohl Fish als Solo-Künstler als
auch die Band Marillion waren danach nicht mehr das für mich, das sie
einmal waren. Eine unverwechselbare Stimme prägt eine Band einfach zu
sehr. Übrigens: Die ersten vier Alben sind grafisch und künstlerisch
mit hohem Wiedererkennungswert verbunden. Auf allen vier Scheiben
taucht ein Regenbogen, eine Elster und buntgekleiderter Narr auf.
CD-Tipp #23

Dieses
britische Northern-Soul-Duo besticht durch
seinen grandiosen "Easy-listening"-Stil. Mit der 1995 erschienen CD "
Ocean Drive" traten
nigerianische Sänger
Tunde
Baiyewu und der Keyboarder
Paul
Tucker
erstmals ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Der fein auf die soulige
Stimme von Baiyewu abgestimmte Sound besticht durch Brillanz und
Sensiblität. Insbesondere bei den Stücken "
Ocean Drive" und "
Lifted" kommt dies
besonders zum Tragen. Aber auch die Stücke "
Keep Remembering"
oder "
Sweetest Operator"
zeigen dies sehr deutlich. Auf dieser CD gibt es im Grunde genommen
kein Stück, dass mir nicht gefällt und bei dem man nicht so richtig die
Seele für ein paar Minuten baumeln lassen kann.
Es dauerte danach zwei
Jahre bis das Duo erneut mit dem Album "
Postcards
From Heaven"
erneut auf sich aufmerksam machte. Hier waren es vor allem die Stücke "
Raincloud" und "
Postcards From Heaven",
die als Auskoppelungen hohe Chartplatzierungen erzielten.
Letztlich
folgte im Jahr 2001 das Album "
Whatever
Gets You Through The Day". Aus ihm stammen die Titel "
It's A Beautiful Day"
sowie "
(I Wish I Knew How
It Woulf to Be) Free/One".
Auch diese Stücke hatten einen, wenn auch nicht mehr so starken
kommerziellen Erfolg aufzuweisen.
Leider trennte sich dieses Spitzenduo
ein Jahr später. Es bleibt zu hoffen, dass sich beide wieder einmal für
ein erfolgreiches Projekt zusammenfinden und uns vielleicht in einigen
Jahren wieder solch ein glänzendes Album, wie die hier genannten
bescheren. Es wäre wünschenswert.
CD-Tipp #24

Manchmal
dürfen es eben auch etwas schräge CDs
sein. Wie z.B. diese hier mit dem Namen "
Gravelands" von dem
irischen Sänger
Jim Brown
besser bekannt unter seinem Pseudonym "
King".
Wer erleben möchte, wie sich Elvis im 21. Jahrhundert mit rockiger
Musik anhören würde, sollte sich diese CD sowie den Nachfolger "Return
to Splendor" mal einverleiben. Der morbide Name "Gravelands" passt
hervorragend zum Album. Demzufolge befinden sich nämlich 17 Stück auf
der CD, bei denen es sich um Tophits längst verblichener Musikhelden
handelt. Gecovert mit der Stimme eines ausgezeichneten Elvis-Doubles
(deshalb auch ausgezeichnet), lesen sich die Titel wie das "Who ist
who" der Rockgeschichte. "
Come
As You Are" (Nirvana), "
Blockbuster"
(Sweet), "
I Heard It
Through The Grapevine" (Marvin Gaye) über "
Sweet Home Alabama"
(Lynnyrd Skynnyrd), "
Vodoo
Child" (Jimmy Hendrix), "
Dock
Of The Bay"
(Otis Redding) bis "
No
Woman, No Cry" (Bob Marley) zu "
New
York, New York"
(Frank Sinatra). Hier wird einem alles geboten. Egal ob Soul oder
Reggae in neuer Rockfassung eines widerauferstandenen "Kings".
Nach
Aussage des Künstlers entstand die CD aufgrund folgender Begebenheit:
Es war eine warmmilde (das kommt davon, wenn man wörtlich übersetzt,
also geb ichs besser in eigenen Worten wieder: lauwarme ;-) ) Nacht in
Belfast, als ein Mann plötzlich neben seiner Frau erwachte. Nach dem er
sich ordentlich die Augen klargerieben hatte erwischte er schließlich
die Präsenz von 19 toten Musikern in seinem Schlafzimmern dabei, wie
sie seine Frau anstarrten. Durch ein verstörtes Räuspern des Mannes,
schreckte die Musikerhorde schließlich zusammen und begann sich wieder
auf ihre eigentlich Aufgabe zu konzentrieren: Diesem Mann zu
suggerieren (Androhung von physischer und psychischer Gewalt würde es
vielleicht auch umschreiben...), daß er von nun an die Aufgabe besäße,
im Auftrage des Rock'n'Roll ihre Lieder im Stile von Elvis Presley
nachzusingen. Trotzdem zählt auch diese CD zu meinen Schätzen.
CD-Tipp #25

Der
1956 in Seattle geborene
Kenny
Gorelick,
besser bekannt unter seinem Künstlernamen
Kenny G
ist einer der erfolgreichsten Sopransaxophonisten der Welt. Schon als
17jähriger spielte Kenny G in Barry White's Loves Unlimited Orchestra.
Seit 1981 veröffentlichte er mehrere Soloalben und arbeitete als
Studiomusiker mit vielen größen der Popmusik, unter anderem auch mit
Whitney Housten, Natalie Cole oder Aretha Franklin zusammen. 1994
erhielt der den Grammy Award als bester Instrumental-Künstler.
Auf der
vorliegenden Greatest Hits befinden sich unter anderem auch
Kompositionen, die Kenny G als Filmmusik entworfen hat. Zu seinem
erfolgreichsten Hits zählen "
Songbird",
"
Silhouette",
"
The Moment"
oder "
Theme From Dying
Young". Auf dieser Auswahl befinden sich unter anderem
auch das mit Toni Braxton eingespielte "
How
Could An Angel Break My Heart"
oder der von Michael Bolton gecoverte Sam Cooke Song "
You Send Me".
Daneben besitze ich auch noch die CD "
Classics
In The Key Of G"
auf diese befinden sich die großen Klassiker des Jazz, wie z.B. "
Summertime" mit
einem Intro von George Benson, "
Wonderful
World" (von Louis Armstrong" mit einer Saxophon-Spur durch
Kenny G versehen), "
The
Girl From Ipanema" (zusammen mit Bebel Gilberto) oder auch
"
Round Midnight"
und das als Abschluss gelungene "
Over
The Rainbow". Wer gute Instrumentalmusik zum Entspannen
schätzt, wird von Kenny G bestimmt nicht enttäuscht sein.
CD-Tipp #26

Wir
schreiben das Jahr 1988. Die "Weltmusik"-Welle befindet sich gerade auf
dem Höhepunkt, z. B. durch Stücke wie "
Im
Nin Alu" oder "
Galbi"
von
Ofra Haza oder auch "
Yeke Yeke" von
Mori Kante. Da
taucht aus dem Nichts die CD "Union" einer bis dahinvöllig unbekannten
Sängerin mit dem Namen
Toni
Childs
auf. Childs wuchs in den Vereinigten Staaten auf, hatte ein kurzes
Gastspiel in London und auch einen Auslandsaufenthalt in Swaziland in
Afrika. Von dort brachte sie die Inspiration und die Einflüsse für das
Album "
Union"
mit. Ihre größten
Erfolge feierte Toni Childs merkwürdigerweise nicht in den Staaten
sondern in Neuseeland und Australien. Dort verkauften sich ihre Alben
viel besser als anderswo.
Aber auch in Deutschland landete Sie mit "
Stop Your Fussin"
einen passablen Erfolg. Auf dem vorliegenden Album befinden sich
außerdem die ebenfalls ausgekoppelten Stücke "
Don't Walk Away" und
"
Zimbabwe".
Insgesamt ist das Album mit seinen neun Songs überaus hörenswert. 1991
veröffentlichte Toni Childs ihr zweites Album mit dem Namen "
House Of Hope". Ein
eher düsteres Werk. 1994 dann ihr drittes Werk "
The Woman's Boat"
2004 wurde bei Toni Childs die Basedow'sche Krankheit
diagnostiziert. Childs lebt heute mit Ihrer Familie auf Hawaii.
Ihr
letztes Album wurde 2008 unter dem Titel "
Keep The Faith"
veröffentlicht. Es bleibt zu hoffen, dass man bald wieder etwas neues
von dieser hervorragenden Songwriterin vernimmt.