
Als ich mich 1997 schweren Herzens von meinem ATARI 1040 trennte (weil nicht mehr zeitgemäß), musste ich mich entscheiden entweder viel Geld für einen Apple oder etwas weniger für einen Windows-PC auszugeben. Der hatte den Nachteil ständig abzustürzen und sich Viren und Trojaner einzufangen. Außerdem war das Betriebssystem aus Redmond stets aktuell zu halten, damit die Programme von gestern auch morgen noch liefen. Daraufhin vertagte ich die Entscheidung zum Kauf eines Computers zunächst.
Ein
guter Freund führte mir
damals SuSE LINUX
vor und sofort war
ich begeistert. Für sehr wenig Geld erhielt ich ein
komplettes Betriebssystem mit unzähliger Software. Nach kurzem
Studium des Handbuchs war ich in der Lage eine
Komplettinstallation vorzunehmen, ohne dass ich ein
"Linux-Guru" war. Lange Zeit liefen sowohl
LINUX als auch MS Windows auf meinem Rechner. Heute verzichte ich ganz
auf Windows da ich ausschließlich mit
Linux-Programmen
arbeite. Aus Kompatibilitätsgründen muss ich zwar das
eine
oder
andere Dokument für Windows ein wenig aufbereiten, vor
allem weil
die Arbeitsumgebung an meinem Arbeitsplatz nur unter MS-Windows
läuft, aber das ist mit Hilfe umfangreicher
Filter kein Problem. Wer nicht auf wirklich spezialisierte
Programme angewiesen ist, findet für Linux alles, was man zum
vernünftigen Arbeiten braucht.
LINUX ist ein "Multiuser"-System und das ist sein großer Vorteil. Mehrere Personen können unabhängig von einander auf ein und dem selben Rechner ihr eigenes "Benutzerkonto" anlegen und dort unabhängig von anderen Nutzern arbeiten. Zudem ist es ein "freies" Betriebssystem. Das bedeutet, dass ich mir den Betriebssystemkernel und viele Programme jederzeit frei und oftmals kostenlos installieren sowie weitergeben kann.
Die
Erzählungen
von der unglaublich schwierigen Installation eines
Linux-Betriebssystems und dass es nur etwas für
Hardcore-Profis
sei, gehört heute ins Reich der Märchen.
Mittlerweile
bin ich auf ein Debian-gestütztes LINUX
umgestiegen.
Ich benutze nun Kubuntu. Die von dem Südafrikaner Mike
Shuttleworth vertriebene Distribution vertritt den Linux-Gedanken viel
stärker als Suse, ist aber genauso benutzerfreundlich,
teilweise
sogar einfacher zu installieren. Debian-basierende Distributionen
stützen sich nicht auf das von RED HAT und Suse verwandte
rpm-package-System sondern auf so genannte deb-Pakete. Hier werden bei
einer Installation die Abhängigkeiten zu anderen Programmen
viel
besser überwacht und eingehalten. | www.prolinux.de |
Eine sehr gute Seite mit News und Informationen rund um Linux |
| http://www.ubuntu.org | Eine Debian-basierte Distribution auf Gnome-Basis |
| http://www.kubuntu.org | Kubuntu ist ebenfalls Debian-gestützt, allerdings mit dem KDE-Desktop-Environment. |
| http://www.novell.com/de-de/linux/ |
Der Distributor SuSE mit Sitz in Nürnberg gehört mittlerweile zur NOVELL Group und bietet LINUX auf dem europäischen Markt an. |
| www.redhat.com | Red Hat ist der Marktführer für LINUX im anglo-amerikanischen Raum. Red Hat und SuSE haben stark am Bekanntheitsgrad und an der Entwicklung von LINUX mitgewirkt. |
| www.kde.org |
Das freie K Desktop-Environment, das von Matthias Ettrich und anderen im Internet entwickelt wurde. Es hat sich zur beliebtesten grafischen Oberfläche unter LINUX entwickelt. KDE basiert auf der grafischen Qt-Bibliothek der Firma Trolltech. |
| www.gnome.org |
Gnome steht für GNU Object Manipulation Environment. Es ist ebenfalls ein vollwertiges Desktop-Environment. Gnome basiert auf den grafischen Gtk-Bibliotheken. Das Logo ist ein Fußabdruck mit vier Zehen. |
| http://freshmeat.net |
Englischsprachige Seite zu den neuesten Programm auf dem Linux-Sektor. Es gibt zudem articles, faqs, newsletter und vieles mehr. |
| www.kde-apps.org | Anwendungen und Programme für das freie Desktop-Environment KDE gibt. |
| www.kde-look.org | Alles, was den Desktop für Linux schöner gestaltet (Wallpapers, Screensaver, Desktop-Applets usw.) |