Bildbearbeitung
unter Linux
Für die Bildbearbeitung gibt es unter Linux unzählige Programm. Ich
möchte deshalb hier nur kurz drei Programme herausgreifen, die für mich
die überwältigende Mehrheit an Aufgaben übernimmt, die ich zur
Bearbeitung von Bildern durchführen muss.
Digikam
Digikam ist ein KDE-Programm. Mit Digikam lassen sich Bilder sehr
einfach von der Digitalkamera direkt auf den Rechner übertragen. Dazu
muss man einfach nur die Kamera anschließen und anschließend das
Programm aufrufen. jetzt kann man die Bilder einzeln oder komplett in
das entsprechende Verzeichnis ablegen. Mit Digikam kann man die Bilder
auch gleich an Ort und Stelle bearbeiten, z. B. über die
Stapelverarbeitung mit den Kipi-Plugins eine Größenänderung vornehmen.
Auch lassen sich damit komfortabel der Rote-Augen-Effekt bearbeiten.
Einfach auf das entsprechende Auge klicken, auswählen, Größe ändern und
anschließend die roten Augen entfernen. Eine ziemlich einfach Sache.
Man kann auch gesammelt die Bildinformationen ändern, in andere
Bildformate exportieren. Zudem kann man die Dienste wie Picasa u. a.
ohne größere Probleme zum exportieren benutzen. Auch eine Diashow lässt
sich mit Digikam erstellen. Leider bietet das Programm nicht die
Möglichkeit, die so erstellte Diashow z.B. in ein gängiges DVD- oder
Flash-Format umzuwandeln, so dass die Diashow nur mit Digikam selbst
genutzt werden kann. Es bleibt aber die Hoffnung bestehen, dass das
KDE4-Pendant diese Funktion eines Tages wie ihr Vorgänger zurück
erhält. Bis dahin muss man sich allerdings mit einem anderen Programm,
wie z.B. Imagination behelfen (siehe weiter unten).

Links zum Arbeiten mit Digikam:
http://www.digikam.org/ (englisch)
http://de.wikipedia.org/wiki/Digikam
Gimp
Gimp ist in der Linuxgemeinde das, was unter Windows
"Photoshop" darstellt, ein ziemlich umfangreiches Bildprogramm. Hier
kann ich überhaupt nicht alles erzählen, was man damit so anstellen
kann. Deshalb möchte ich hier auf einige Links verweisen, die bei dem
einen oder anderen Problem behiflich sein können. Mit Gimp könnt ihr
eure Fotos richtig professionell bearbeiten. Das Programm ist mit
seiner Aufteilung etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich aber erst
einmal mit den groben Funktionen vertraut gemacht, dann bereitet das
Arbeiten damit wirklich Spaß und egal, ob ihr eure Bilder einfach nur
verbessern oder richtig künstlerisch gestalten wollt. Gimp bietet euch
für fast alle Problemlagen eine Lösung zur modernen Bildbearbeitung an.
Mit Gimp lassen sich die Fotos sehr kreativ gestalten. So kann man z.B.
mit einigen Kniffen aus Farbfotos nette Schwarz-Weiß-Aufnahmen
gestalten. Mit dem Einsatz von Layern lassen sich eine Farbaufnahme und
eine Schwarz-Weiß-Kopie übereinander legen und dann mit dem Radiergummi
wieder farbige Stellen hervorheben. Das ist z.B. ganz interessant, wenn
man bei einem Schwarz-Weiß-Portrait z.B. die Augen in der natürlichen
Farbe wieder zurück gewinnen möchte. Mit den vorhandenen Werkzeugen
habe ich aber auch die Möglichkeit z. B. verschwommene Aufnahmen
nachzuarbeiten und wieder zu schärfen. Natürlich kann ich nahezu jedes
Bild in andere Grafikformate umwandeln. Meine gesamten Fotos auf dieser
Homepage habe ich nahezu alle, dort wo es nötig war, mit Gimp
bearbeitet. Mittlerweile gibt es eine gute Auswahl an Fachliteratur zu
diesem Programm. Wer sich professionell damit befassen möchte, dem sei
diese wärmstens empfohlen.

Links für Tipps zur Bildbearbeitung mit Gimp:
http://www.gimp.org/ (offizielle Homepage - englisch)
http://docs.gimp.org/2.6/de/ (offizielle Deutsche Dokumentation)
http://gimp-handbuch.de/ (Mehr als 1000 Seiten deutsche Doku mit Videolektionen)
http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2010-01-bilder.html#10_01_gimp (Gimp in 90 min kennenlernen)
Imagination
Nachdem ihr nun alle Bilder bearbeitet habt, wollt ihr
vielleicht
für Verwandte oder Bekannte eine nette DVD mit einer animierten Bilder-
und Diashow erstellen. Hierfür benutze ich das Programm Imagination.
Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Bilder auswählen und
hinzufügen. Jetzt kann man jedem einzelnen Bild einen entsprechenden
Effekt für den Übergang, einen Text oder eine uneingeschränkte
Zoomfunktion hinzufügen. Dabei könnte ihr aus 69 unterschiedlichen
Übergangsmöglichkeiten auswählen. Wem das zuviel ist, der überlässt die
Auswahl per Zufallsgenerator dem Programm selbst. Mit der
Vorschaufunktion könnt ihr euch euer Ergebnis bereits während der
Erstellung genauer ansehen. Jetzt noch die entsprechende
Musikuntermalung aussuchen und schon habt ihr eine nette Dia-Show, die
ihr unters Volk bringen könnt. Die Musikauswahl unterstützt allerdings
derzeit keine mp3 sondern nur das freie Format ogg-vorbis, da mp3
lizenzrechtlich belegt sind.
Anschließend
könnt ihr euer Ergebnis ganz einfach in ein entsprechendes Videoformat
(VOB) oder in eine Flash-Animation (FLV) zur Einbindung auf einer
Website umwandeln. Je nach Anzahl der Bilder, die ihr in eure Dia-Show
aufgenommen habt, dauert das ganze natürlich eine gewisse Zeit.

Links zu Imagination:
http://imagination.sourceforge.net/ (offizielle Homepage mit Flash-Video)
http://wiki.ubuntuusers.de/Diashows_erstellen (Diashow erstellen unter Linux)